Deutsch+Ich=? – Dukán Gruppe besuchte Mercedes-Werk in Kecskemét

Wir, Csongor Csenki, Réka Gyenes, Nikolett Konfár und Milán Takaró, die vier MitschülerInnen aus dem Kecskeméter Bolyai János Gymnasium sind die Gruppe Dukán. Wir haben an dem von der Kampagne Deutsch.Karriere.Erfolg organisierten Videowettbewerb, “Deutsch+ich=?” teilgenommen und den zweiten Platz an der Landesfinale erreicht. Außer dem Oscar-Preis und den verschiedenen Prämien, die von den Sponsoren finanziert wurden, haben wir einen eintägigen Ausflug nach Wien gewonnen. Außerdem sind wir in das Mercedes-Benz Werk und in dessen Schule in Kecskemét eingeladen worden.

Zuerst haben wir das Werk besucht und im Rahmen des Besuches einen Blick in das Leben des Mercedes-Benz Werks in Kecskemét bekommen. Unsere Deutschlehrerin, Frau Megyesi hat uns dabei begleitet. Als wir angekommen sind, wurden wir in dem Karl-Benz Konferenzraum herzlich begrüßt. Dort haben wir einen generellen Bericht über das Werk und dessen Tätigkeiten erhalten. Nachdem wir uns einen Kurzfilm über das Werk angesehen hatten, haben wir uns Sicherheitswesten mit der Aufschrift “VIP” angezogen, um die Arbeiter darüber zu informieren, dass wir nur Besucher sind. Danach haben wir uns auf den Weg zu den Kontrolltoren gemacht. Im Bürogebäude haben wir verschiedene Mittel bekommen, um die deutschesprachige Führung während des einzelnen geräuschvollen Produktionsprozessen problemlos hören und verstehen zu können. Dies waren ein Audio-Gerät, ein Kopfhörer und noch eine Schutzbrille dazu. Für die Besucher war ein Weg mit blauen Linien markiert, auf dem wir uns fortbewegen sollten und den wir nicht verlassen durften. Auf diesem Weg haben wir zwei Phasen der Produktion, die Karosserie- und die Pressphase besichtigt. Leider konnten wir die zwei weiteren Produktionsprozesse nicht besichtigen, da in diesen Werkgebäuden geheime Entwicklungen gelaufen sind und laufen derzeit immer noch.

Es hat uns total überrascht, dass sich die derzeit modernsten Produktionsprozesse der Welt, die hier von Robotern gesteuert sind,  gerade in Kecskemét ablaufen. Es hat uns besonders gefallen, dass das Mercedes-Benz Werk sich so viel um seine Arbeiter und die Familien kümmert. Sein eigener Kindergarten, seine eigene Schule und das vor kurzem übergebene Mercedes-Benz Academy für die duale Ausbildung und Fortbildung bestätigen nur diese Behauptung. Dass die Arbeiter während ihrer Schicht Musik hören und in den Gebäuden beispielsweise mit Rollern oder Fahrrädern verkehren dürfen, damit man ihnen besseres Wohlbefinden und ruhige Arbeitsumstände versichert, verstärkt nur das familienorientierte Konzept.  Die Größe des Werkgeländes von Mercedes-Benz ist uns auch aufgefallen. Es scheint schon von außen riesengroß zu sein, aber man kann sich nur innen mit der tatsächlichen Größe konfrontieren. Es ist kein Wunder dann, dass wir von dem einen Gebäude zu dem anderen mit einem Bus transportiert wurden.

Wenn wir es uns besser überlegen, dann können wir uns die Berufe, die wir in unserem Video als Traumberufe präsentiert haben, nach dem Studium hier, in dem Mercedes-Benz Werk perfekt vorstellen: Csongor als PR-Manager des Werks, Niki als verantwortliche Leiterin des Werkrestaurants, Réka als Konstrukteurin und Ingenieurin der neuen Entwicklungen und Milán als Rechtsanwalt und Arbeitsrecht-Vertreter des Werks. Welche bleiben davon nur ein Traum oder welche erfüllen sich? Das ist noch Zukunftsmusik.

Wir freuen uns darüber, dass wir das Werk näher kennen lernen konnten. Wir bedanken uns für die Möglichkeit und für die neuen Erfahrungen, die wir dabei gesammelt haben. Nächstes Mal, am 23. Mai gehen wir in die Mercedes-Benz Schule.

Kecskemét, den 14.05.2019

Die Gruppe Dukán

Kecskeméti Bolyai János Gimnázium

 

Alle Türen sind offen – Minden ajtó nyitva áll

Eötvös-Deutschlerner informierten sich über deutschsprachige Studienmöglichkeiten /eötvösös diákok német nyelvű továbbtanulási lehetőségekről tájékozódtak

Von Oberstudienrat Richard Guth / Guth Richard német nyelvi lektor

Februar 2019 war für die Deutschlerner am József-Eötvös-Gymnasium Totis/Tata, einer DSD II – Schule, ein besonderer Monat. Gleich zwei Institutionen besuchten die Bildungseinrichtung um die Absolventen über deutschsprachige Studienangebote zu informieren. Dabei ergänzten sich beide Vorträge: Die Vertreterin der Fernuniversität Hagen in Budapest berichtete über Fernstudienmöglichkeiten, die Vertreter der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit boten hingegen einen Überblick über Studien-, Ausbildungs- und Überbrückungsmöglichkeiten (wie Au-Pair und Freiwilligenarbeit) in Deutschland. Das ZAV-Beratungsangebot ist Teil des DSD-Programms der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) und wird am Gymnasium, zusammen mit anderen Angeboten wie die jährliche Studienfahrt für Studieninteressierte nach Wien oder der Besuch von Vertretern von Hochschulen und Universitäten (DHBW, TU Dresden), seit Jahren verfolgt.

Ehhez a diavetítéshez JavaScript szükséges.

„Ich hatte keine Ahnung, als ich in der 11. und 12. Klasse war, was ich werden will”, begann Dominic Erfkampf, einer der Berufsberater der ZAV, der dieses Jahr das Eötvös-Gymnasium besuchte und über die Struktur des deutschen Hochschulwesens, Studienmöglichkeiten, die Finanzierung des Studiums und Anmeldeverfahren berichtete, seinen Vortrag. Es ist das vierte Mal gewesen, dass Vertreter der ZAV vor interessierten Schülerinnen und Schüler über das Studienangebot an deutschen Hochschulen sprachen. Und dieses Angebot lässt sich sehen: 17.000 Studiengänge gibt es in Deutschland, die Zahl der internationalen Kooperationen ist sogar noch höher: 26.000, davon allein 635 mit ungarischen Hochschulen. Dass es keinen Studiengang gibt, den es nicht gibt, zeigte Berufsberater Erfkamp am Beispiel der Studiengänge „Angewandte Freizeitwissenschaft” oder „Brauerei- und Getränkewirtschaft”. Nicht nur das Studienangebot ist vielfältig, sondern auch die Studienformen: Diese reichen vom meistgewählten universitären Vollstudium über das Duale Studium bis hin zum Behördenstudium, in dessen Rahmen sich selbst EU-Ausländer für die deutsche Verwaltung ausbilden lassen können. Diesen Weg hat die andere Berufsberaterin, Pia Schmitz, gewählt, die bei der Bundesagentur studierte. Ihr Kollege, Dominic Erfkamp, studierte zuerst Jura und erst später gewann er den Job eines Berufsberater lieb. Sein Beispiel zeige, dass die alte Formel, „wer Medizin studiert, wird Arzt”, nicht unbedingt stimmt.

Über eine andere Form des Studierens berichtete Dr. Györgyi Germán, Leiterin des Fernstudienzentrums der Fernuniversitäŧ Hagen. Sie empfiehlt diese Form in erster Linie  denjenigen, die berufsbegleitend studieren möchten und dies zu günstigen Konditionen: An der Fernuni Hagen gibt es nach Worten von Germán keine Aufnahmeprüfung, keine Regelstudienzeit, keine Lehrveranstaltungen und keine Studiengebühren, lediglich die Kosten für das Studienmaterial müssen die Studierenden übernehmen, aber hierzu gäbe es Stipendienmöglichkeiten. Aber auch Studierende einer ungarischen Hochschule seien herzlich willkommen, die gleichzeitig einen deutschen Studienabschluss erwerben wollen. Die Fernuni hat nach Angaben von Dr. Györgyi Germán gegenwärtig über 300 Studenten in Budapest und bietet eine Vielzahl an Bachelor- und Masterstudiengängen in den Bereichen Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften (Mathematik und Informatik), Wirtschafts-wissenschaften und Rechtswissenschaften an.

 

„Nächste Haltestelle, Deutschland.“

Zwölf bzw. dreizehn Schuljahre neigen sich dem Ende für die diesjährigen ungarischen Abiturienten. Noch haben die Abiturprüfungen nicht begonnen, doch so langsam beginnen die Nerven zu flattern.

Rebeka Kómár, Mihály Dósa und Artúr Náfrádi, alle drei Schüler des Schiller-Gymnasiums in Pilisvörösvár, eine DSD-Schule und ein Gymnasium der ungarndeutschen Minderheit, gehen gelassen in die nächsten Wochen. Sie wissen bereits jetzt nicht nur, wo sie im September anfangen werden zu studieren, sondern auch, bei welcher Firma sie ihr Geld verdienen. Während des Studiums.  Und die Firmen sind allesamt führende deutsche Unternehmen, die gezielt auch nach ungarischen Abiturienten suchen: „ebmpapst“, „VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken“,  und „Lidl“.

Der Weg der drei Abiturienten führte natürlich über mehrere Auswahlrunden bei ihren Unternehmen, aber auch über das Deutsche Sprachdiplom „DSD II“, das alle drei auf dem höchsten Niveau abgelegt haben. Und sie in eine erfolgreiche Startposition gebracht hat. Wer Interesse an diesem Weg hat, kann mit dem für Studienberatung zuständigen ZfA-Fachschaftsberater Bernd Plambeck Kontakt aufnehmen (budapest@auslandsschulwesen.de) oder sich zum Bewerberseminar „Sommer im Schloss 2018“ der DHBW/Mosbach anmelden, wie es auch Rebeka und Artúr im vergangenen Jahr gemacht hatten:
http://www.mosbach.dhbw.de/campus-bad-mergentheim/studieren-in-bad-mergentheim/bewerberpool-1-11-und-sommer-im-schloss/sommer-im-schloss.html.

Bernd Plambeck
Fachschaftsberater der ZfA/Pilisvörösvár

image001